Drucken

Konzertkasse Gerdes

Sonntag, 10.11.2019, 20:00 Uhr

VON VENEDIG NACH VERSAILLES * MONTEVERDI-CHOR HAMBURG & GÖTTINGER BAROCKORCHESTER * Leitung: ANTONIUS ADAMSKE

Laeiszhalle, Großer Saal

VON VENEDIG NACH VERSAILLES  * MONTEVERDI-CHOR HAMBURG & GÖTTINGER BAROCKORCHESTER * Leitung: ANTONIUS ADAMSKE

 

 

MONTEVERDI-CHOR HAMBURG

 Göttinger Barockorchester

 

VON VENEDIG NACH VERSAILLES

Szenische Madrigale von Claudio Monteverdi
 Kurzopern von Marc-Antoine Charpentier

 

SOLISTEN:
Julia Kirchner  -  Charlotte Nachtsheim
Tobias Hunger  -  Marcel Raschke

Leitung: ANTONIUS ADAMSKE

PROGRAMM - Änderung vorbehalten:

Claudio Monteverdi   Altri canti d'amor a 6 voci

Marc-Antoine Charpentier   Les plaisirs de Versailles H 480

Claudio Monteverdi   Volgendo il ciel per l'immortal sentiero / Ballo a 5 voci

Marc-Antoine Charpentier   Les Arts florissants H 487 

 

Von Venedig nach Versailles, so lautet der Titel des Programms, in dem kurze musikalische Szenen von Claudio Monteverdi, dem Namenspatron des Chors, und zwei Kurzopern des französischen Komponisten Marc-Antoine Charpentier, der eine Generation nach Monteverdi am Hofe Ludwig XIV. wirkte, erklingen werden.

Die beiden Werke Monteverdis entstammen dem 8. Madrigal-buch, das Kaiser Ferdinand III. gewidmet ist. Während des 30jährigen Kriegs entstanden, thematisieren die Werke Krieg und Frieden, Liebe und Leid in dramatischen wie heiten Szenen. So beginnt die Sammlung mit der Madrigalkantate Altri canti d’amor - Lass andere von Liebe singen ... ich singe vom kriegerischen Mars. Eine persönliche Huldigung als Friedensbringer erfährt der Widmungsträger in einem Ballo, der den 1. Teil der Sammlung bendet. Dieser beginnt mit den Worten: Während der Himmel in seinem unendlichen Lauf die Räder des Sonnenwagens weiterführt, bringt die Sonne ein Jahrhundert des Friedens herbei unter dem neuen Lenker des römischen Imperiums.

Ganz anders sind die Themen der Musik am französischen Hof Ludwig XIV. Die erste Oper des Konzertes, Les Plaisirs de Versailles, nimmt zwei der höfischen Beschäftigungen, das  Reden und das Hören, augenzwinkernd zum Anlass eines heftigen Streites. Die Allegorie der Musik schwelgt zu Beginn in ihrer selbst und behauptet ihren royalen Absolutheitsanspruch als die Kunst, die dem König zualleroberst gefällt. Doch wird sie darin schon nach kurzer Zeit durch die musikalisch äußerst unbegabte Allegorie des Gespräches unterbrochen. Die Inkompabilität der Gesprächspartner muss in jedem gewechselten Satz deutlicher werden. Die Musik hält es schließlich für die beste Idee, der Situation zu entfliehen.

In der zweiten Kurzoper Les Arts Florissants umgeben Ludwig „seine“ Künste – die Musik, die Poesie, die Architektur und die Malerei. Diese fördert er im Frieden, lässt sie erblühn unter seinem Lorbeerschatten. Aber durch das plötzliche Erscheinen der allegorischen Figur der Zwietracht und ihrem düsteren Gefolge sind die Künste in großer Gefahr. Sie wollen beim Erscheinen der zornigen alten Frau Discordia den dunkelnden Ort fliehen, ihre Sinne gefrieren vor Angst.

 

 

Preiskategorien (zzgl. Vorverkaufsgebühr):
EUR  45,--  35,--  28,--  22,--  15,--           INKL.HVV (Kombi-Fahrkarte im Gesamtbereich des HVV)

 
 

 

zurück zur Liste

2019-11-10 20:00:00
2019-11-10 22:09:00

Veranstaltungen